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Solitär-Rollenspiel
#1
Gestern hab ich in einem Rollenspielforum eine interessante Entdeckung gemacht. Da gibt es ein paar Leute, die alleine Rollenspiel machen.

Der eine hat so eine SF-Kampagne, wo er mit einer kleinen Crew mit einem Frachtschiff von Sonnensystem zu Sonnensystem fliegt und Waren kauft und verkauft, Passagiere befördert und nebenbei Abenteuer erlebt.
Da war z.B. so ein Zwischenfall, wo zwei Passagiere einen höheren Hafenangestellten als Geisel genommen haben und sich in seinem Schiff verschanzt.

Er spielt nach Traveller-Regeln und benutzt tonnenweise Zufallstabellen, um festzulegen welche Waren da sind oder benötigt werden, welche Passagiere wo hin fliegen wollen und was sonst so passiert, bzw. wie das ganze Sonnensystem so aussieht.

Wie findet ihr das?
Bemalte Figuren und Modelle 2013: 39 / 2014: 23 / 2015: 58 / 2016: 44 / 2017: 104 / 2018: 5 / 2019: 122 / 2020: 68...
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#2
Also ich find das irgendwie langweilig. Kann irgendwie den Geist dahinter erfassen. So eine Art Elite, nur nicht am Comupter. Wäre nichts für mich. Ich muss aktiver mit meiner Umwelt interagieren können und dafür braucht man einen SL. Ansonsten spiel ich halt Computer.
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#3
Guter Punkt.
Bemalte Figuren und Modelle 2013: 39 / 2014: 23 / 2015: 58 / 2016: 44 / 2017: 104 / 2018: 5 / 2019: 122 / 2020: 68...
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#4
Ich muss auch sagen das es sich mir nicht erschliesst.
Als theoretisches Konzept find ich es interssant.

Es hat etwas von Rollenspielbüchern die man wärend des Spielens selbst schreibt.
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#5
Man könnte auch sagen, es ist eine Art von Roman, den man schreibt/konstruiert, ohne das Ziel zu kennen.
Je länger ich drüber nachdenke, desto blöder kommt es mir eigentlich vor.
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#6
Naja, für mich sieht das eher nach einer Umsetzung vom Computerspiel Elite oder Final FrontierTonguerivateer aus.
Da er aber sicherlich die Zufallstabellen für die Ereignisse selbst geschrieben hat und somit kennt, kann ich mir nicht so richtig den Überraschungseffekt (und damit die Spannung) vorstellen, die einem ein Computerspiel diesbezüglich noch bieten kann.
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#7
Nein, es gibt verschiedene Bücher von Gurps und Traveller, die er dazu benutzt.
Ziemlich umfangreiches Material eigentlich.
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#8
(09.08.2012, 05:22)Niceyard schrieb: Man könnte auch sagen, es ist eine Art von Roman, den man schreibt/konstruiert, ohne das Ziel zu kennen.
Je länger ich drüber nachdenke, desto blöder kommt es mir eigentlich vor.

Ich denke es ist einfach so wie Kuchen essen,...

Manche mögen Schwarzwälder Kirschtorte - ich aber nicht.
"Blöd" muss Schwarzwälder Kirschtorte deswegen nicht sein und ab und an sollte man vieleicht etwas davon probieren ob man seinen geschmack vieleicht unwissentlich nicht geändert hat, es sei denn natürlich man ist allgerisch dagegen.

Im übrigen:
bei meinem Projekt "Auch mal sowas wie Herr der Ringe schreiben" war auch lange Zeit nicht klar was das Ziel ist. Und als es klar wurde war es echt toll wie plötzlich alles zusammenpasste.
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#9
Also ich bin Mit den Fighting Fantasy Romanen wie der Zauberer vom flamenden Berg, Sorcery! und Der Einsame Wolf gross geworden. Und ich sehe diese auch als Rollenspiele an.
Gerade bei "der einsame Wolf" ist die Progression ja so immens. Vom Mikerling Novizen zum Ultra-Kai!
Früher nur 12 Bände heute mit der Neuauflage bis Band 20 und darüber hinaus mit Gruppen-Spiel-Büchern.

Choose your own Adventure Bücher sind einfach Klassiker. So etwas gehört imo zum guten Ton einer Rollenspielkariere. Selbst bei DSA gibts Solo Bücher. Es fehlt eben nur das acting.

"Rondra nimt ruhig einen Pfeil aus dem Köcher. Sie legt ihn auf die Sehne und schließt ein Auge. Konzentriert und mit festen Stand spannt sie den Bogen. Der Keiler indes bricht schnaubend und wütend aus dem Unterholz hervor und hält direkt auf euch zu." Mache eine Probe auf....määääääp..."who cares"?! 

Gerade auch weil die Bücher erbarmungsloser sind als ein Spielleiter mag ich sie so.
Jener welcher ja meist mehrere Tage an den Abenteuern sitzt und feilt und zu 99.9% mit Player Elimination geizt (verständlich). 
Auch heute noch, nach all der Zeit, greif ich immer wieder gern zu den Büchern.
Bei Steve Jackson und Ian Livingstone sollten bei den meisten ja die Glocken klingeln! Meister ihres Faches.

Für Kinder gibt es in diese Richtung ja bei Pegasus den Spiele-Comic "Ritter".(darf ich hier für nen Fremden Verlag Werbung machen?)  

In jenem welchen verlässt man als einer von 3 Jünglingen den heimischen Hof um auf der Burg ein echter Ritter zu werden.
Dazu muss man Siegreich aus einem Test hervor gehen.
In Jenem sucht man sich erst seine Klasse (die 3 Jungen stehen je Für einen Beruf) und den Startpunkt auf der Karte vom Quartiermeister aus.
Danach geht's gleich auf die grosse Suche nach den Armbändern des Glücks.
Gegenstände und Bänder Findet das Wachsame Auge dabei im Wimmelbild-Style direkt in den Bildern und notiert diese dann auf seinem Char-Bogen.
Im ersten Band gibt es noch kein Kampfsystem, nur eine Limitation durch die Anzahl an Übernachtungen und eigene Tote...viiiiele Tote. Es macht immer wieder Spaß mit den Kids neues zu entdecken.
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#10
Es ging bei den am Anfang beschriebenen Solo-Rollenspielen aber definitiv nicht um Spielebücher, sondern um richtige™ Rollenspiele, die sich anhand von sehr viel freieren Zufallstabellen entwickeln. Wir alle hier kennen (und lieben) Spielebücher, da besteht kein Diskussionsbedarf. Bei dem beschriebenen Konzept ging es um Pen&Paper-Rollenspiel bei dem man Spieler und SL in einer Person ist und sich an stichwortartigem Output von außen (eben diese Tabellen) entlanghangelt, um einen Plot zu generieren/sich auszudenken. Das ganze ist aber jetzt so viele Jahre her, dass ich mich nur noch sehr sehr dunkel daran erinnern kann. In dem Forum, in dem ich davon gelesen hatte, gab es auch wenig richtig konkrete Hinweise, wie das dann im einzelnen vonstatten geht. Naja...
Bemalte Figuren und Modelle 2013: 39 / 2014: 23 / 2015: 58 / 2016: 44 / 2017: 104 / 2018: 5 / 2019: 122 / 2020: 68...
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