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Enterboot - Entwicklung
#1
Hallo, liebe Modellbaufreunde!

Hier beginnt ein neues, kleines Projekt, das ich gerne vom Beginn seiner Entstehung dokumentieren möchte. Es geht um den Kartonmodellbogen eines Fantasy-Enterbootes für Tabletop und Rollenspiel im 28mm-Maßstab.

Das Boot soll einfach zu bauen und vielseitig einsetzbar sein. Außerdem soll die Grafik möglichst lecker aussehen. Und wenn es irgendwie geht, soll der fertige Modellbogen preiswert in der Anschaffung werden. Vier hochgesteckte Ziele, die das Projekt nicht einfacher machen.

Das Konzept für das Aussehen des Enterbootes spukt schon seit geraumer Zeit in meinen Gedanken herum. Den Anstoß, es endlich zu realisieren, bekam ich durch das Atelierprojekt von Dennis bei Magabotato (Ich glaube Folge 11 bis 13). Sein Schiff war zwar teilweise aus Styrodur, aber prinzipiel gingen meine Gedanken in eine ähnliche Richtung.
Da ich also durch langes Nachdenken und zahlreiche Inspirationen ein relativ genaues Bild des Bootes im Kopf hatte, ging ich gleich ans Werk, ohne Skizzen zu machen. Hierzu habe ich am Computer zuerst eine Linienzeichnung der Teileumrisse erstellt. Grob gesagt wird der Bootsrumpf aus einem Deck und drei Relings bestehen. Je ein Reling-Teil für Steuerbord, Backbord und Heck.

Nachdem ich die technische Zeichnung und damit die genaue Größe der Teile fest gelegt hatte, machte ich mich daran, die Teile aus 2mm Maschinenholzpappe (bzw. Finn-Pappe) auszuschneiden und mit Hilfe eines Cutters mit einem handgeschnitzten Relief zu versehen. Diese Teile sollen später als Fotovorlage für die grafische Erscheinung dienen und müssen deshalb mit allergrößter Sorgfalt behandelt weren.
Die beiden langen Backbord- und Seuerbordteile sind identisch (bzw. spiegelverkehrt), deshalb stellte ich für die beiden nur ein Reliefteil her.

Hier also die konzeptionelle Linienzeichnung und die Papp-Teile:
       

Zeitaufwand:
Gedankliches Konzept - unschätzbar Smile
Linienzeichnung - 1,0 h
Pappteile mit Relief - 1,0 h
Bemalte Modelle 2013: 39 / 2014: 23 / 2015: 58 / 2016: 44 / 2017: 104 / 2018: 5 / 2019: 20...
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#2
Der nächste Schritt ist die Bemalung der Fotovorlagen mit Acrylfarben.
Zuerst braune Grundfarbe, dann eine schöne Holzmaserung aufbringen.
Viel Handarbeit!!!

       

Zeitaufwand:
Grundfarbe - 0,5 h
Holzmaserung - 8,0 h (zwei komplette Malabende!)
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#3
Der Aufwand hat sich eindeutig gelohnt: sieht ausgezeichnet aus!
Ich weiß ja nicht wie sehr du selber dich mit HdR auskennst, aber vielleicht liefert dir das hier einen kleinen Anstoß:
Klick mich!

Rescrus
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#4
(03.07.2010, 02:27)Niceyard schrieb: Zeitaufwand:
Grundfarbe - 0,5 h
Holzmaserung - 8,0 h (zwei komplette Malabende!)
Wow, das ist hart. Dafür sieht das Ergebnis aber auch dementsprechend super aus.
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#5
Danke für das Lob.

Das Landungsboot aus Herr der Ringe sieht sehr schön aus.
Es macht den Eindruck, als wäre es aus Balsaholz gebaut.
Sehr aufwändig und sehr beeindruckend. Ein toller Link!
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#6
Weiter geht's.

Der nächste Arbeitsschritt nach Fertigstellung der Fotovorlagen war natürlich das Fotografieren mit unterschiedlicher Beleuchtung. Es ging dabei vor allem darum, eine möglichst gleichmäßige Beleuchtung zu schaffen, aber trotzdem die dreidimensionale Reliefstruktur zu betonen. Leider gibt es davon keine Bilder, weil ich mich beim Fotografieren nicht selber fotografieren kann und sonst gerade niemand da war. Egal...

Danach kam die Retuschearbeit: Fotoübernahme auf den Rechner, kanalseparierte Farbkorrekturen, Freisteller, Spiegelung der beiden Seitenrelings und natürlich die übliche Nachbearbeitung wie Ausflecken, regionale Nachbelichtung usw.

Nachdem nun die Bilder mit den Texturen für alle Teile zur Verfügung standen ging es an die Zeichnung der Bauteile. Zuerst die großen, wichtigen Teile samt Falzmarken und Klebelaschen.

   

Zeitaufwand:
Fotosession - 1,0 h
Retusche - 5,0 h
Design der Grundbauteile - 2,5 h
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#7
Ein Probebau muss her!

Also habe ich die Teile auf einen hochwertigen Karton ausgedruckt (175g) und das ganze zusammen gebaut.
Zuerst das Deck mit der hinteren Reling. Dann die seitlchen Relings und zum Schluss der Kiel und die inneren Verstärkungen. Nicht lange später stand das erste Modell vor mir. Schließlich habe ich noch schnell die Kanten mit brauner Acrylfarbe abgetuscht. Fertig!

Ein Detail am Kiel muss noch verbessert werden, ansonsten passen die Teile perfekt. Die Bauzeit von 1 Stunde ist gut. Der visuelle Eindruck ist sehr gefällig. Ich bin zufrieden.

       

Zeitaufwand:
Ausdruck, Probebau, Kantenfärben - 2,0 h
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#8
es wird .. und wie geil Big Grin

Daumen hoch Big Grin
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#9
Ich muss ehrlich gestehen, es ist mir zu wenig "bootig". Auf den ersten Blick meint man, es wäre lediglich ein eingezäunter Bereich. Wie wäre es noch mit 4 Paddeln und insbesondere deren Löchern an den Seiten?
Außerdem finde ich die vordere Klappe (und ein wenig auch die Seiten) nicht hoch genug. Immerhin sollte sie ja die ersten Reihen vor Pfeilbeschuss schützen.
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#10
@ Homunkulus,

ein Landungsboot moderner Bauart mit hohen Seitenwänden gegen Feuerwaffen kam meines Wissens im Mittelalter niemals vor, weil man mit hohen Wänden einen Pfeilbeschuss (der von schräg oben kommt) eh nicht sinnvoll abhalten kann.
Also so ein Ork-Landungsboot wie bei Herr der Ringe gab es im Mittelalter nie, es ist von seiner Konzeption eigentlich übelste Hollywood-Mache, die mal wieder nur den Amis einfallen konnte. Tongue

Und bitte nicht Enterboot und Landungsboot in einen Topf werfen. Wir haben hier nämlich ein Enterboot, mit dem man längsseits geht und dann auf's andere Schiff klettert. Es gibt hier nirgendwo eine vordere Klappe. Und die Details kommen alle noch. Wink
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